Über Hirsau
Hirsau – deutsch ausgesprochen: [hirsau], schwäbisch: [hi:rsche] – ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Calw und liegt (vom Stadt- zum Ortszentrum ausgehend) etwa 3,5 Kilometer nördlich der Kernstadt Calws. Hirsau war bis 1975 eine eigenständige Gemeinde, bis sie 1975 in die Stadt Calw eingegliedert wurde. Für kurze Zeit (ein paar Monate) hieß Calw damals sogar “Calw-Hirsau”.
Geografie und Verkehr
Der württembergische Luftkurort liegt im Nordschwarzwald, im tief eingeschnittenen Nagoldtal (zwischen 330 m bei St. Aurelius, 560 m bei der Landesklinik). Im Hirsauer Kurpark mündet der Tälesbach, der durch ein Seitental östlich des Calwer Stadtteils fließt. Auf der gegenüberliegenden, westlichen Nagoldtalseite befindet sich das Seitental des Schweinbachs, der ebenfalls in Hirsau in die Nagold mündet.
Die Nagold fließt von Süden nach Norden, also von Calw in Richtung Pforzheim. Hirsau liegt im Tal. Durch Hirsau führt die Bundesstraße B296, die von Westen her in der B463 “mündet”. Die B 463 verläuft von Süden nach Norden und verbindet Calw mit Pforzheim. Weitere Straßenanschlüsse liegen im Nord-Osten (Richtung Ottenbronn) und im Osten (die sogenannte “Fuchsklinge”, Richtung Althengstett).
Hirsau ist an die Kulturbahn angeschlossen; somit sind Zugfahrten zwischen Pforzheim und Horb möglich.
Geschichte und Kultur
Siehe auch:
Hirsau ist bekannt für seine Klosterruine des damaligen Benediktinerklosters “St. Peter un Paul”. Zur damaligen Zeit war es eines der bedeutendsten Klöster im deutschsprachigen Raum. Es diente vor allem in Anfangszeiten der cluniazensischen Reformbewegung. In Hirsau wurden so über eine Reihe von Klostergründungen entschieden, welche sich unter dem Begriff “Hirsauer Reform” wiederfinden. Im späten 11. Jahrhundert war es das größte Kloster in deutschen Landen überhaupt. Im pfälzischen Erbfolgekrieg fiel es jedoch 1692 und verfiel anschließend. Heute sind noch viele Grundmauern vorhanden, ein paar wenige Gebäude sind noch intakt. Lesen Sie mehr.
Vorläufer des St. Peter und Paul war das damalige St. Aurelius-Kloster, eine sehr kleine Version seines Nachfolgers auf der östlichen Seite der Nagold. Von ihm sind jedoch nur wenige Überreste geblieben. Später wurde eine übrig gebliebene Halle zur katholischen Kirche des Orts umgebaut, die heutige St. Aurelius-Kirche. Streng genommen geht es im Hirsauer Begriff um “St. Aurelius” also nicht um die St. Aurelius-Kirche, sondern vielmehr um das Kloster St. Aurelius. Lesen Sie mehr.
Öffentliche Einrichtungen
Hirsau verfügt über einen Kurpark mit Kursaal, welcher bis 2010 restauriert wurde. In der Nähe des Kurparks gibt es einen Minigolfplatz. Der Ort verfügt außerdem über ein altes Rathaus, welches heute von der Ortsverwaltung und einer örtlichen Bücherei sowie der Hirsauer Feuerwehr genutzt wird.
Der VfR Hirsau und der TSV Hirsau sind zwei örtliche Sportvereine. Der VfR Hirsau bietet Fußball in regionalen Klassen an und besitzt einen größeren Sportplatz im Süden. Der TSV Hirsau bietet hauptsächlich Handball, Tennis, Tischtennis und Turnen an. Er ist außerdem Veranstalter des jährlich stattfindenden Pfingstturniers.
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